Posts Tagged Deutschland

Sieben Wege zur Effektivität

Stephen Covey beschreibt „sieben Wege zur Effektivität“. Diese basieren auf der Grundlage unveränderlicher Prinzipien, die er als Naturgesetze menschlichen Zusammenlebens sieht. Covey nennt dies die Charakterethik und stellt sie der Persönlichkeitsethik gegenüber. Er stellt fest, dass die Persönlichkeitsethik danach trachtet, nach außen hin gut zu wirken während die Charakterethik anstrebt, von innen heraus gut zu sein. Eine anschauliche Metapher dafür ist das „Sich-Durchmogeln“: in vielen gesellschaftlichen Situationen kann man mit dieser Strategie recht weit kommen. Im natürlichen Umfeld eines Bauernhof ist es jedoch völlig undenkbar, sich durchzumogeln. Wenn man im Frühjahr nicht gesät hat, wird man im Herbst nichts ernten. Wenn man die Saat nicht pflegt, keine Arbeit investiert, wird es keinen Ertrag geben.

Covey sieht menschliches Zusammenleben ähnlich. Kurzfristig mag man mit oberflächlichen Persönlichkeitsstrategien Erfolge erzielen, doch auf lange Sicht und wenn man alle Aspekte des Lebens betrachtet, bringt nur ein auf Prinzipien gründender Charakter nachhaltigen Erfolg und Zufriedenheit. Das ist es, was Stephen Covey Effektivität nennt.

Ein wichtiger Aspekt bei der Suche nach Effektivität ist die Art, wie wir die Welt wahrnehmen. Covey spricht von unseren Paradigmen und vergleicht sie mit Landkarten. Wir wissen, dass eine Karte nicht das Gelände ist. Sie ist eine interpretierende Darstellung des Geländes. Und sie ist nur dann von Nutzen, wenn sie das Gelände hinreichend genau wiedergibt. Angenommen, wir sind in Frankfurt und suchen eine bestimmte Straße. Versehentlich wurde unser Stadtplan falsch beschriftet: es ist ein Plan von Köln, auf dem lediglich Frankfurt draufsteht. Was könnten wir nun tun, um unser Ziel zu finden? Wir könnten an unserem Verhalten arbeiten: uns mehr anstrengen, schneller gehen. Wir könnten auch an unserer Einstellung arbeiten: das Problem positiver sehen. Wir wäre trotzdem ohne Chance, unser Ziel zu erreichen, denn diese Strategien – Metaphern für die Persönlichkeitsethik – greifen zu kurz.

So lange wir nicht die richtige Karte haben, kommen wir nicht voran. Und die richtige Karte der Welt beruht auf grundlegenden Prinzipien. Covey unterscheidet Karten (Paradigmen), die ausssagen, wie Dinge sind – das sind unsere Vorstellungen von der Realität – und Karten, die sagen, wie Dinge sein sollten – das sind unsere Wertvorstellungen.

Eine grundlegende Einsicht ist die, dass keine zwei Paradigmen gleich sind. Jeder Mensch hat durch seine Erziehung und seine Erfahrungen andere Karten zur Verfügungen, mit denen er sich in der Welt orientiert. Der wichtige Punkt ist, dass zwei Interpretationen der selben Situation unterschiedlich sein können, ohne dass eine zwangsläufig falsch ist. Die Wirklichkeit ist nicht objektiv. Sie entsteht durch Interpretation. Und: keine Karte ist in Stein gemeißelt. Wir können unseren freien Willen dazu nutzen, unsere Karten umzuarbeiten, so dass sie der Landschaft der grundlegenden Prinzipien besser entsprechen. Das nennt Covey einen Paradigmenwechsel.

Was sind diese Prinzipien, von denen nun schon mehrfach die Rede war? Covey benutzt die Metapher des Leuchtturms, um sie zu beschreiben. Ein Leuchtturm steht fest an einer Stelle und Schiffe finden ihren Weg aufgrund seines Lichts. Prinzipien sind Naturgesetze in der Dimension menschlichen Zusammenlebens. Sie sind unabhängig von Weltschauungen und ihre Gültigkeit erschließt sich mühelos.

Ein Prinzip ist Fairness. Auf der Idee der Fairness beruhen die Vorstellungen von der Gleichheit der Menschen und der Gerechtigkeit. Es gibt große Unterschiede darin, wie genau man Fairness definiert, aber die Idee der Fairness ist universell.

Weitere Prinzipien sind Integrität und Ehrlichkeit. Sie bilden die Basis für Vertrauen und Kooperation, für zwischenmenschliche Beziehungen.

Menschenwürde ist ein weiteres unverrückbares Prinzip, das praktisch universell anerkannt ist. Dienen ist ein weiteres: die Idee, etwas zu einem Ganzen beizutragen.

Die Vorstellung von Potential gehört ebenfalls in den Katalog der Prinzipien: sie beinhaltet, dass wir sozusagen „embryonisch“ sind und die Möglichkeit haben, zu wachsen, Talente und Fähigkeiten zu entwickeln. Eng damit verbunden sind Prinzipien wie Geduld, Ermunterung und Fürsorge.

Diese Prinzipien sind keine Werte. Prinzipien sind das Gelände, Werte sind Landkarten.

Wichtig ist es zu erkennen, dass unsere Karten für uns die Realität sind. So, wie wir ein Problem wahrnehmen, so ist es. Daraus folgt, dass allein in einer veränderten Wahrnehmung ein enormes Potential steckt. Covey fordert die Leserin auf, sich nicht mit Oberflächlichkeiten aufzuhalten, nicht zu versuchen, schneller zu gehen oder die Lage positiver zu sehen. Er fordert den Leser auf, die eigenen Landkarten an die Landschaft der Prinzipien anzugleichen und sich an diesen zu orientieren. Darin sieht er die einzige Möglichkeit, zu nachhaltigem Erfolg, zu Effektivität zu gelangen. Die „Wege“, die er anschließend formuliert, gießen diese Forderung in eine anschauliche und einleuchtende Form.

Die „7 Wege“ in Kürze

  1. Proaktiv sein — Prinzipien der persönlichen Vision
  2. Mit dem Ziel vor Augen beginnen — Prinzipien der persönlichen Führungsstärke
  3. Wichtigem den Vorrang geben — Prinzipien des persönlichen Managements
  4. Beiderseitigen Vorteil suchen — Prinzipien zwischenmenschlicher Führungsstärke
  5. Zuerst verstehen, dann verstanden werden — Prinzipien empathischer Kommunikation
  6. Synergien suchen — Prinzipien kreativer Kooperation
  7. Die Säge immer wieder schärfen — Prinzipien ausgeglichener Selbsterneuerung

, ,

No Comments

Headhunter und Internet

Für Personalberater brechen harte Zeiten an. Soziale Netzwerke geben ihren bisherigen Kunden die Möglichkeit, sich von den Headhuntern unabhängig zu machen. Insbesondere kleine Firmen sind bedroht, doch auch für sie gibt es noch Hoffnung.

Sie fragen sich: Ist auch unser Wohlstand durch das Internet gefährdet? Und suchten bei dem 12. Personalberatertag auf dem Petersberg nach Antworten. Fakt ist: Die Netzwerker auf zwei Beinen verdienten lange Zeit prächtig, ob ihrer guten Drähte. Da sich jetzt aber dank Facebook, Xing und Twitter jeder mit jedem vernetzen kann, müssen auch die Headhunter ihr noch junges Handwerk neu erfinden.

Schon in 2009 brach der Branchenumsatz um 26,2 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro ein. Die Wirtschaftskrise kostete bereits 140 Personalberatungen die Existenz. Jetzt machen sich die 1830 verbliebenen Gesellschaften Sorgen, ihr vertrauliches Geschäft könnte durch Technisierung an Glanz und Wertschätzung verlieren.

Der Branche droht ein harter Preiskampf. Ihre Kunden – die Personaler der Konzerne und Mittelständler ­ wissen mittlerweile auch, wie sich rare Spezialisten – etwa Softwarearchitekten oder Halbleiterexperten – über Internetforen aufspüren lassen.

Selbst für die gut betuchten Headhunter von Edelboutiquen wie Egon Zehnder oder Odgers Berndtson dürften geheime Treffen in lauschigen Luxushotels mit Managern seltener werden. Welcher Kunde will schon teure Flugtickets für zig persönliche Interviews bezahlen, wenn eine Videokonferenz ausreicht?

(Artikel zuerst erschienen bei WirtschaftsWoche Online)

,

No Comments

Der MBA in Deutschland

Was ist ein MBA?

Ein MBA (Master of Business Administration) ist ein generalistisches Postgraduierten-Studium in Wirtschafts-Wissenschaften und Management. “Generalistisch” bedeutet, dass ein MBA Studium alle wesentlichen Managementfähigkeiten vermitteln soll und sich nicht von Anfang an auf Spezialwissen in einem Managementfeld wie beispielsweise Controlling konzentriert. “Postgraduierten-Ausbildung” bedeutet, dass ein MBA-Abschluss in aller Regel eine Zusatzqualifikation zu einem anderen, bereits abgeschlossenen Hochschulstudium darstellt. Der MBA Abschluss soll den Absolventen für Führungsaufgaben, das heißt leitende Funktionen in Unternehmen qualifizieren beziehungsweise für die Übernahme größerer Führungsverantwortung mit funktionsübergreifenden Aufgaben vorbereiten. Aufgrund der Orientierung des MBA an den Managementanforderungen der Wirtschaft ist das MBA Studium in aller Regel praxisnah ausgerichtet und beinhaltet aufgrund der Globalisierung zunehmend Elemente wie die Unterrichtung in Englisch, das Lernen oder die Vertiefung einer weiteren Fremdsprache oder Auslandsaufenthalte, um den Anforderungen einer sich stärker verflechtenden Weltwirtschaft gerecht zu werden. Der MBA Titel ist in den USA entwickelt worden und hat sich von dort über die gesamte Welt verbreitet. Vorreiter war das Dartmouth College in Hanover, USA im Jahre 1900. Gefolgt von der Harvard University in Cambridge, Massachusetts, USA acht Jahre später.

Der MBA in den USA

Der Stellenwert und die Rolle des MBA in den USA erschließt sich aus seiner Einbindung in das allgemeine Bildungssystem in den USA. Beginnen wir am Anfang. Sechs Jahre „Primary School“ entsprechen in etwa den deutschen Klassen 1 – 6 (Grundschule + Orientierungsstufe). Im Anschluß daran besucht ein amerikanischer Schüler die „High School“ (Secondary School), die ihn zum Schulabschluß, dem „High School Diploma“ führt. Dieses Diplom ist Voraussetzung für den Besuch eines Colleges und einer Hochschule. Ein üblicher Schritt auf der Bildungsleiter ist dann der Besuch eines vierjährigen College, das mit dem „Bachelor’s  Degree“ abschließt. Dies wird häufig mit einem deutschen Fachhochschul-Diplom verglichen. Nach Erhalt des „Bachelor’s of Arts“ (BA) oder eines „Bachelor of Science“ (BS) – etwa im Alter von 21 Jahren – schließt sich für den Amerikaner in der Regel eine Berufstätigkeit an. Nach zwei bis fünf Jahren Berufstätigkeit kehren einige an eine Hochschule zurück, um – eventuell durch ihren Arbeitgeber gesponsert – das „Graduate Study“ aufzunehmen. Zu den sogenannten „Master Programs“ gehören die Hochschulabschlüsse der USA wie „Master of Science“ (MSc) oder „Master of Law“ (ML) oder halt „Master of Business Administration“ (MBA). Er ist dem deutschen Universitäts- oder Technischen Hochschulabschlüssen vergleichbar.

Die MBA-Ausbildung in den USA dauert in der Regel zwei Jahre und gehört zur akademischen Grundausbildung. Die meisten Business Schools sind daher Fakultäten (Teile) amerikanischer Universitäten. Im Anschluß daran besteht die Möglichkeit, ein „Ph.D“-Programm zu durchlaufen, das etwa 3 – 5 Jahre in Anspruch nimmt. Dieser „Doctor of Philosophy“ kommt dem deutschen Doktortitel sehr nahe und läßt sich im allgemeinen auch in einen solchen umwandeln.

Auch an deutschen Hochschulen greift seit Mitte der 90er Jahre ein wahres MBA-Fieber um sich. Es handelt sich dabei um neue Abschlüsse, die meist in Kooperation mit internationalen Universitäten entstehen. Teilweise Auslandssemester oder ein Praktikum jenseits der Grenzen sind darin verpflichtend vorgeschrieben. Derzeit gibt es ca. 25 Programme in Deutschland mit stark steigender Tendenz.

Das deutsche Hochschulrahmengesetz scheint diesen Trend aufzugreifen. In einer Stellungnahme hat der Wissenschaftsrat empfohlen, in den kommenden Jahren die bisher üblichen Studienabschlüsse wie Diplom ganz durch die international üblichen Bachelor und Master abzulösen. Dies wird nach den Vorstellungen des Wissenschaftsrates die deutsche Hochschullandschaft völlig verändern und den Anforderungen eines europäischen Bildungsmarktes gerecht werden.

Der MBA in Deutschland

Vor allem im Bankenwesen und in Unternehmensberatungen sowie in großen multinationalen Unternehmen hat sich der Titel durchgesetzt. Hier scheint er ein Muß für die Karriere zu sein. Jedoch gibt es in den großen Unternehmen in Deutschland nicht nur Befürworter des MBA. Andere schätzen es, Absolventen deutscher Hochschulen, die im Rahmen von Auslandspraktika internationale Kompetenz erworben haben, möglichst schon während der Studienzeit ans Unternehmen zu binden und dort weiter zu fördern.

Dauer / Programmstrukturen

Der klassische amerikanische MBA dauert 2 Jahre als Vollzeitprogramm. Allerdings setzen sich auch in den USA ähnlich wie in Europa Teilzeitangebote und weitere Programmtypen immer stärker durch, so dass man wegen der entstandenen Vielzahl an Variationen hinsichtlich der zeitlichen Durchführung des Programms keine generellen Aussagen zur Dauer eines MBA Studiums machen kann. Wir halten im Hinblick auf die Dauer des Programms vielmehr folgende Einteilung von Programmstrukturen in Abhängigkeit vom Standort des Anbieters für sinnvoll:

  • Vollzeitprogramme
    In den USA stellt der zweijährige Vollzeit-MBA die klassische Programmstruktur dar. Zwischen den zwei Studienjahren absolviert der MBA Student ein (meist sehr gut bezahltes) mehrmonatiges Firmenpraktikum, so dass das Studium an der Universität effektiv nur 16-18 Monate in Anspruch nimmt. Einige amerikanische Schulen wie z.B. die Kellogg Graduate School of Management bieten beschleunigte Programme an, die zwischen einem Jahr und 18 Monaten dauern und kein Firmenpraktikum umfassen. In Europa werden Vollzeitprogramme in der Regel ohne Praktikum durchgeführt und dauern häufig nur 1 Jahr.
  • Teilzeitprogramme
    Sie erlauben dem MBA Studenten ein berufsbegleitendes Studium am Abend bzw. Wochenende und dauern in der Regel 2-3 Jahre, können jedoch je nach Aufbau teilweise auch nur 1 Jahr oder sogar bis zu 8 Jahre in Anspruch nehmen. Im Gegensatz zum Fern- oder Online MBA Programmen ist bei Teilzeitprogrammen die regelmäßige Präsenz des Studenten zum Beispiel im Rahmen von Blockunterrichtsphasen erforderlich. Teilzeitprogramme genießen zwar auch in den USA zunehmenden Zulauf, gehören aber vor allem in Europa und insbesondere in Deutschland zu den am häufigsten nachgefragten Programmen. Dies mag unter Anderem damit zusammenhängen, dass der Studierende weiterhin über ein Einkommen verfügt und sich die Arbeitgeber häufig an solchen Programmen beteiligen. Allerdings müssen sich Teilzeitprogramme aufgrund der Doppelbelastung von Beruf und Studium auf die essentiellsten Inhalte beschränken und können damit nicht die Tiefe von Vollzeitprogrammen erreichen.
  • Fern- und Online- MBA Programme (“Distance Learning”)
    Sie erlauben dem MBA Studenten ebenfalls ein berufsbegleitendes Studium, die Präsenz des Studenten am Studien- oder Prüfungssort ist jedoch nur sporadisch oder gar nicht erforderlich.

Die besten MBA Programme in Deutschland

Die vier besten MBA Programme in Deutschland (Handelsblatt):

Universität Mannheim: Als Erste der großen staatlichen Universitäten in Deutschland ist die Uni Mannheim in das internationale MBA-Spiel eingestiegen. Zusammen mit der französischen ESSEC Business School (Paris) und der britischen Warwick Business School bietet Mannheim einen 12-monatigen Vollzeit-„European MBA“ an, nur mit ESSEC neuerdings auch einen berufsbegleitenden Executive MBA. Die Uni Mannheim, die in Deutschland auch zu den führenden Wirtschaftshochschulen zählt, gehört auch zu den ganz wenigen Hochschulen in Deutschland, die sich von zwei internationalen Akkreditierungsagenturen (AACSB und EQUIS) hat prüfen lassen. Anfang des Jahres wurden die MBA-Programme in eine gemeinnützige GmbH ausgelagert; die Titel vergebende Institution bleibt die staatliche Universität. (www.europeanmba.de, www.essec-mannheim.de)

Henley in Deutschland: Das Henley Management College (siehe unter Europa) beackert mit verschiedenen Partnern den deutschen Markt – in Frankfurt zusammen mit der Hochschule für Bankwirtschaft (HfB), in München mit der Gesellschaft zur Förderung der Weiterbildung an der Universität der Bundeswehr.

Uni Frankfurt/Goethe Business School: Die Goethe Business School der Universität Frankfurt ist ein ganz neuer Player auf dem deutschen MBA-Markt. Zusammen mit der Fuqua School of Business der Duke University, die schon einmal ohne Erfolg versucht hat, allein in Deutschland Fuß zu fassen, startet sie ab Mai 2005 den „Duke Goethe Executive MBA“. Das sich über 22 Monate erstreckende berufsbegleitende Programm wird für 46 500 Euro angeboten. (www.wiwi.uni-frankfurt.de)

WHU Koblenz: Die 1984 gegründete WHU (Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung) – Otto Beisheim-Hochschule in Vallendar, besser bekannt als WHU Koblenz – ist eine der führenden privaten Wirtschaftshochschulen in Deutschland. In das MBA-Geschäft ist sie über ein Joint Venture mit der Kellogg School of Management (siehe Amerika) eingestiegen, mit der sie erfolgreich einen berufsbegleitenden Executive MBA anbietet. Neu ist in diesem Jahr ein klassischer Vollzeit-MBA, mit dem sie sich „ganz allein“ unter die schärfer werdende Konkurrenz wagt. (www.whu-koblenz.de)

Mehr: What is an MBA?, allheadhunters.com global MBA top 5 , Der wichtigsten Headhunter in Deutschland

,

No Comments

Die Top 10 der relevantesten Social Media Dienste in Deutschland

 

-       XING, Linkedin und Facebook sind in Deutschland die wichtigsten Social Media Dienste für Employee Recruitment

-       Unter den Top 5 des Social Media Relevanz Monitors für die B2B-Kommunikation verbesserte sich Facebook auf Position 2. 

Der von SF eBusiness entwickelte Social Media Relevanz Monitor – kurz SMR – wurde erneut auf Basis aktueller Daten für die B2B-Kommunikation ausgewertet. Über 80 Social Media Dienste wurden anhand von 30 Bewertungskriterien in eine Reihenfolge gebracht. Dadurch lassen sich ähnliche Social Media Dienste miteinander vergleichen. Diese Basisbewertung gibt Unternehmen eine erste Einschätzung über relevante Plattformen. 

Der Social Media Relevanz Monitor wurde erstmals für den Bereich Employee Recruitment durchgeführt und liefert folgendes Ranking:

Die Top 10 der relevantesten Social Media Dienste für
Employee Recruitment in Deutschland; März 2010:
 

  1. XING (100 %)* – www.xing.com 
  2. Linkedin (88 %) – www.linkedin.com 
  3. Facebook (53 %) – www.facebook.com 
  4. Twitter (50 %) – www.twitter.com 
  5. StudiVZ (44 %) – www.studivz.net 
  6. MeinVZ (39 %) – www.meinvz.net 
  7. kununu (35 %) – www.kununu.de
  8. Ning (32 %) – www.ning.com 
  9. YouTube (31 %) – www.youtube.com 
  10. Wer-kennt-wen (29 %) – www.wer-kennt-wen.de 

* Der Wert in Klammern gibt die Relevanz des jeweiligen Dienstes im Vergleich zum Erstplatzierten an.

Laut der aktuellen Studie des Social Media Monitors B2B (kurz SMR-B2B) sind XING, Linkedin und Facebook die wichtigsten Dienste für Employee Recruitment auf Social Media Diensten.

Die Business Netzwerke XING und Linkedin liegen erwartungsgemäß ganz vorne, das liegt auch daran, daß diese Plattformen speziell auf das Thema Employee Recruitment zugeschnitten sind.

Beste nicht rein Business-orientierte Dienste sind Facebook, Twitter und der zum Holtzbrinck Verlag gehörende Dienst StudiVZ

Die Top 5 der Social Media Dienste für den Einsatz in der
B2B-Kommunikation

Auch in der Top 5 der relevantesten Social Media Dienste für die allgemeine B2B-Kommunikation gab es eine Veränderung. So konnte sich das größte Social Network der Welt, Facebook, um eine Position von drei auf zwei verbessern. Das Business Social Network XING rutscht demnach um eine Position ab. Twitter und YouTube bleiben auf ihren bisherigen Positionen.  

Die Top 5 der Social Media Dienste* für den Einsatz in der B2B-Kommunikation sind (weltweit): 

  1. Linkedin.com (100 %)** – www.linkedin.com 
  2. Facebook.com (98 %) – www.facebook.com 
  3. Xing.com (97 %) – www.xing.com 
  4. Twitter.com (82 %) – www.twitter.com 
  5. YouTube (78 %) – www.youtube.com 

*   Auszug aus den Ergebnissen des Social Media Relevanz Monitors, Stand März 2010

** Der Wert in Klammern gibt die Relevanz des jeweiligen Dienstes im Vergleich  zum Erstplatzierten an. 

SF eBusiness  stellt  den  „Social  Media  Relevanz  Monitor  B2B“  (SRM-B2B) Unternehmen zur Verfügung. Unternehmen können eine individuelle Priorisierung der Kriterien in einem Workshop an die Bedürfnisse des jeweiligen Geschäftsumfeldes anpassen. Somit entsteht ein auf das Unternehmen angepasstes Ranking und kann damit ein wichtiges Managementtool für effiziente Entscheidungen bezüglich des Budgeteinsatzes im Social Media Bereich darstellen.

Source:  SF eBusiness GmbH

, , ,

No Comments

Von Generalisten, Spezialisten und T-Shaped Professionals

Mit diesem Thema befasst sich unser Beitrag von Helen Siegel und  Frau Prof. Dr. Elisabeth Heinemann, die an der Fachhochschule Worms einen Lehrstuhl für Schlüsselqualifikationen hat.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen großen Garten. Vielleicht haben Sie den sogar. Umso besser! Stellen Sie sich zudem vor, Ihr Gärtner wäre überaus kompetent – sozusagen mit Ihren Pflanzen auf „Du und Du“. Und nun stellen Sie sich noch vor, Sie würden gerne einen Koi-Teich anlegen. Wäre Ihr Gärtner dann der richtige Partner? Vermutlich nicht! Denn (nicht nur) bei Gärtnern trifft man zumeist auf folgende beiden Spezies:

  1. Generalisten: Sie haben „auch schon mal etwas mit Teichen gemacht“. In punkto Wasserpflanzen glänzen sie aber mit Halbwissen. Und selbstverständlich kennen sie die beliebtesten Teichbewohner nebst solch edlen Fischen wie Kois. Doch wie Teiche angelegt sein sollten, damit diese schwimmenden „Maybach“ darin gedeihen und sich vermehren, das wissen sie leider nicht. Trotzdem geben sie Ihnen gerne Rat.
  2. Spezialisten: Sie kennen alle Gartenblumen und jede Rosenart, nebst deren Merkmalen und Besonderheiten. Doch „rechts und links davon“ haben sie keine Ahnung. Wenn es um Teiche und deren Bewohner geht, sagen sie daher: „Davon habe ich keine Ahnung. Ich kann nicht für alles Experte sein.“

Sowohl mit einem Generalisten als auch Spezialisten kommen Sie beim Anlegen eines Koi-Teichs nicht weit – zumindest dann nicht, wenn dieser auch gut in die Gartenlandschaft eingepasst sein soll. Hierfür brauchen Sie einen Gärtner, der nicht nur das Gärtner-Handwerk beherrscht. Er muss sich auch gut mit Gartenteichen und der Haltung von Kois auskennen.

Der Gärtner sollte also ein Spezialist sein. Zugleich sollte er aber über den Tellerrand „Fischteich …“ oder „Garten anlegen“ hinausschauen können. Er  sollte also das erforderliche fachliche Tiefenwissen mit dem für die Aufgabe nötigen Breitenwissen vereinen. „T-shaped“ nennen Bildungsexperten ein solches Qualifikationsprofil.

Wie viel Spezialwissen darf es sein?

Auch in der Informationstechnologie (IT) sind zunehmend Mitarbeiter mit einem entsprechenden Kompetenz- oder Qualifikationsprofil gefragt. Spricht man mit Personalverantwortlichen von Unternehmen, hört man oft folgende Klage:

„Mit den Informatikstudium-Absolventen ist es stets dasselbe. Wenn die bei uns anfangen, sind sie zwar fit, was die Technik angeht. Aber von den Strukturen und Abläufen in Unternehmen haben sie null Ahnung. Außerdem bringen sie kaum Ideen ein. Und strategisches Denken? Fehlanzeige. Für die reine Netzwerkadministration brauchen wir aber keine Akademiker. Ein gelernter Fachinformatiker liefert uns da dieselben Ergebnisse und kostet deutlich weniger.“

Die Unternehmen klagen also darüber, dass die Kompetenz- und Qualifikationsprofile ihrer (jungen) IT-Fachleute oft eben nicht T-shaped sind. Sie sind entweder Generalisten, die salopp formuliert von allem ein bisschen Ahnung haben, oder Spezialisten – also streng fokussiert auf ein Gebiet wie zum Beispiel die Netzwerkadministration.

Das ist an sich nicht schlimm. Denn auch Generalisten und Spezialisten werden gebraucht – aber im Service-Zeitalter immer weniger. Unternehmen benötigen zunehmend Mitarbeiter, die die Vorzüge beider Spezies in sich vereinen: sogenannte T-Shaped Professionals.

Die Sache mit dem „T“

Dass künftig mehr (IT-)Mitarbeiter mit einem solchen Kompetenzprofil benötigt werden, erkannten einige Bildungs- und Personalverantwortliche schon vor fast 20 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt tauchte der Begriff „T-Shaped“ erstmals in der Fachliteratur auf. Und IBM legte bereits Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts seiner Mitarbeiterförderung und -entwicklung das Modell einer „T-Shaped Career“ zugrunde.

Das Unternehmen IBM war es auch, das 2007 auf einer Konferenz Anwender fragte, was aus ihrer Warte für das erfolgreiche Einführen einer Service-orientierten IT-Architektur, kurz SOA, unabdingbar sei. Das Ergebnis: 68 Prozent der Befragten erachteten die Kombination von breiter Geschäftserfahrung und umfassendem IT-Know-how als Schlüssel zum Erfolg. Das heißt, die mit der SOA-Einführung betrauten Mitarbeiter dürfen keine reinen „IT-Cracks“ sein. Sie müssen auch Geschäftsprozesse und technische Konzepte verstehen und – an einem Leitmotiv ausgerichtet – miteinander in Einklang bringen können.

Das erfordert eine Aus- und Weiterbildung, die ebenso in die Breite wie in die Tiefe geht. Welche Fächer hierbei die Breite darstellen und welche in die Tiefe gehend vermittelt werden sollten, hängt von der Schwerpunktsetzung des Einzelnen ab.

Hierfür ein Beispiel (siehe Grafik 2). Ein Workflowmanagementexperte verfügt über ein vertieftes Expertenwissen (Tiefenwissen) in seinem informatischen Teilbereich. Darüber hinaus sollte er ein breites Verständnis (Breitenwissen) beispielsweise von Geschäftsprozessen und Organisationsstrukturen haben. Erst hierdurch gewinnt er die Kompetenz, sein Spezialwissen möglichst effizient und effektiv einzusetzen. Das erhöht auch den Wert seiner Arbeitskraft, denn dann erst ist sein Kompetenzprofil „rund“.

More 

, , ,

No Comments

Best headhunter Deutschland. Headhunter top 10

Headhunter top 10 Deutschland (umzats)

  1. Kienbaum Executive Consultants GmbH
  2. Egon Zehnder International GmbH
  3. Baumann Unternehmensberatung AG
  4. ODGERS BERNDTSON Unternehmensberatung GmbH
  5. Heidrick & Struggles Unternehmensberatung GmbH & Co. KG
  6. Heads! GmbH & Co. KG
  7. Deininger Unternehmensberatung GmbH
  8. Signium International GmbH & Co.
  9. Delta Management Consultants GmbH
  10. Mercuri Urval GmbH
 Aus: Ranking der Top 15 Personalberatungen in Deutschland
 
 
Der wichtigsten Headhunter in und top personalberatungen in Deutschland : www.headhunterindeutschland.de
 
 
 
 
 

, ,

No Comments

Eine Wende in einem Geschäft herbeiführen (Was ein CEO tun muss 4)

Von Alan G. Lafley: Wir beschlossen auch, uns stärker auf Verbraucher mit niedrigen Einkommen und auf Entwicklungsländer zu konzentrieren. Hierbei spielten demografische Daten die wichtigste Rolle. Da in vielen sich entwickelnden Märkten die Geburtenrate steigt, mehr Haushalte entstehen und die Einkommen schneller steigen, boten sie uns große Chancen zur Erschließung neuer Käuferschichten für Haushalts- und Körperpflegeprodukte. China sowie Zentral- und Osteuropa waren Märkte mit gleichen Voraussetzungen, da sie sich für alle Hersteller zum gleichen Zeitpunkt öffneten. Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der Umsätze in Entwicklungsmärkten von 21 Prozent auf 31 Prozent des Gesamtumsatzes von P&G gestiegen. Und die Entwicklungsmärkte waren für fast 40 Prozent des Umsatzwachstums.

Während wir über den ersten Teil von Druckers Frage – In welchen Bereichen sind wir tätig? – nachdachten, bereitete uns auch der zweite Teil, der ebenso wichtig ist, Probleme: In welchen Bereichen sind wir nicht tätig? Nur der CEO verfügt über die unternehmensweite Perspektive, um diese schweren Entscheidungen zu treffen. Denn obwohl für die meisten Bereichsmanager Wachstumschancen oberste Priorität haben, empfinden sie es als äußerst schwierig, die Schließung oder den Verkauf eines Geschäfts, für das sie verantwortlich sind, zu empfehlen. Stattdessen wird ein Manager oft die Herausforderung annehmen, eine Wende in einem Geschäft herbeizuführen – unabhängig davon, ob dies zur Strategie des Unternehmens passt.

Die Beantwortung der Frage, in welchen Bereichen das Unternehmen nicht tätig werden sollte, musste ebenso gründlich geprüft werden, wieder anhand der Kriterien der strukturellen Attraktivität, der Kernstärken, der Wettbewerbsposition, der demografischen Entwicklung und des Globalisierungs- und Wachstumspotenzials. Seit dieser Analyse haben wir unser Geschäft mit den meisten weniger strategischen Lebensmittel- und Getränkeprodukten eingestellt: Wir verkauften die Marken Crisco, Jif und Folgers an Smucker’s (zu deren Strategie sie besser passen). Wir verkauften schwache Haushalts- und Schönheitspflegemarken wie Comet und Noxzema. Und wir prüften den Verkauf des Geschäfts mit pharmazeutischen Erzeugnissen.

Zu bestimmen, in welchen Bereichen ein Unternehmen nicht tätig sein sollte, bedeutet, kontinuierlich zu überprüfen, welche Bereiche verkleinert oder ganz aufgegeben werden sollten. Unternehmenswerte abzustoßen ist nicht so attraktiv wie neue hinzuzukaufen. Doch es ist ebenso wichtig. Drucker sagte: “Diese zwei Entscheidungen – ‘Wie sieht unser Umfeld aus?’ und ‘Was ist unser Geschäft?’ – (sind die Grundlage für) alle anderen Anstrengungen und alle anderen Entscheidungen, die der Job des CEOs mit sich bringt.”

, ,

No Comments

Das Geschäftsfeld definieren (was ein CEO tunn muss 3)

Alan G. Lafley: Die zweite Aufgabe eines CEOs ist es, Wettbewerbsräume zu identifizieren, in denen Sie gewinnen können. Drucker sagte: “Gleichermaßen wichtig – und auch eine Aufgabe, die nur der CEO erfüllen kann – ist, zu entscheiden, was zu unserem Geschäft gehört und was zu unserem Geschäft gehören sollte? Was gehört nicht zu unserem Geschäft und was sollte nicht dazugehören?”

Die zweitwichtigste Entscheidung (nach der Definition “Der Kunde ist Chef”), die wir im Jahr 2000 trafen, war, in welchen Gebieten P&G mitspielen würde und in welchen nicht. Wir begannen mit der Analyse mehrerer Faktoren: Am wichtigsten war die strukturelle Attraktivität der Geschäftsfelder, in denen wir tätig waren oder in die wir vielleicht einsteigen wollten. Dazu kamen unsere Marktführerposition im Vergleich zu unseren Konkurrenten und die Frage, ob verschiedene Branchen mit P&Gs Kernkompetenzen und -stärken zusammenpassten (dazu gehören Verständnis für den Verbraucher, Markenbildung, Innovation, Go-to-Market-Fähigkeit und ein globaler Ansatz).

Wir beschlossen, aus P&Gs Kerngeschäft heraus zu wachsen. Zu diesem Kern zählten wir die Sparten Waschmittel, Babywindeln, Hygieneartikel für die Frau und Haarpflegemittel. In diesen Bereichen war P&G bereits international führend hinsichtlich des Umsatzes und der Marktanteile. Wir verstanden diese Bereiche sehr gut. Unsere elementaren Produkttechnologien und Kernstärken stellten hier einen Wettbewerbsvorteil dar. Und der Vertrieb fand überwiegend über unsere wichtigsten Vertriebskanäle statt – Discountmärkte, Drogeriemärkte und Lebensmittelgeschäfte. In manchen Fällen hatten wir diese Bereiche nur noch gemolken, weil wir angenommen hatten, dass dort kein Wachstum mehr möglich war und wir lieber in neue Bereiche investieren wollten.

Ich glaubte jedoch, selbst wenn diese Märkte bereits stark ausgereift waren, hatten sie nach wie vor Wachstumspotenzial – eine Schlussfolgerung, zu der ich nicht nur aufgrund einer Analyse der Zahlen kam, sondern auch aufgrund einer genauen Untersuchung von Verbraucher- und Markttrends. Und dann haben wir zwei und zwei zusammengezählt. Nachdem wir zum Beispiel die Gesamtzahl der Haushalte weltweit, die eine Waschmaschine hatten, und die Anzahl der Waschladungen, die in jedem Haushalt jede Woche gewaschen werden, bestimmt hatten, beschlossen wir, dass P&Gs Marken Tide und Ariel noch bedeutendes Wachstumspotenzial durch Marken- und Produktinnovationen besaßen. Seit dem Jahr 2000 verzeichnete P&G 58 Prozent des unternehmensweiten Umsatzwachstums in seinen vier Kerngeschäften.

Als Nächstes entschieden wir, weitere Kategorien bei unseren Schönheits- und Körperpflegeprodukten einzuführen. Hierfür gab es drei Gründe: Erstens erfüllten sie unser Kriterium der strukturellen Attraktivität, weil es Geschäfte mit niedriger Kapitalintensität, hohen Margen und relativ hohem Wachstum waren. Zweitens passten sie zu unseren Stärken, weil sie konsumentengeleitete Markenbildungs- und Innovationsgelegenheiten darstellten und über unsere Vertriebskanäle bei den Discount-, Drogerie- und Lebensmittelmärkten verkauft werden konnten. Und drittens waren sie aufgrund der demografischen Entwicklung sinnvoll, denn die Daten zeigten, dass immer mehr Verbraucher Schönheits- und Körperpflegeprodukte in einem jüngeren Alter ausprobierten – und somit mehr Produkte im Laufe ihres Lebens benutzen und auch in höherem Alter noch auf diese Produkte zurückgriffen. Von 2000 bis einschließlich des Geschäftsjahrs 2008 verzeichnete P&G 49 Prozent des Gesamtwachstums in den Bereichen Schönheits- und Körperpflegeprodukte. Ein gewisser Teil dieses Wachstums entstand durch Firmenzukäufe – durch Marken wie Clairol, Wella  und Gillette  – doch auch das organische Wachstum stieg im zweistelligen Bereich. Bis 2009 hatte die Marke Pantene drei Milliarden Dollar Nettoumsatz erreicht und Olay zwei Milliarden Dollar

, ,

No Comments

Das relevante Umfeld definieren und interpretieren (was ein CEO tunn muss 2)

Das relevante Umfeld definieren und interpretieren

Von Alan G. Lafley: Jahre des Erfolgs, kombiniert mit dem berauschenden Boom der Dot-Com-Unternehmen hatten uns dazu verführt, in gewisser Weise die wirkliche Bestimmung von P&G aus den Augen zu verlieren. Die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter war auf interne Interessen gelenkt. Ich musste das für uns relevante Umfeld definieren – in dem die Ergebnisse am bedeutendsten sind. Welche externe Einrichtung spielte die größte Rolle, und welche Ergebnisse waren am wichtigsten? Dies ist allein die Aufgabe des CEOs, denn Mitarbeiter messen verschiedenen Interessengruppen je nach ihrem Aufgabengebiet unterschiedliche Bedeutung bei. Der CEO hat beides: eine klare Perspektive über alle Unternehmensbereiche hinweg und Verantwortung gegenüber externen Gruppen.

Drucker schrieb auch, die Absicht eines Unternehmens liege darin, einen Kunden zu erschaffen. P&Gs Absicht ist, jeden Tag das Leben von mehr Kunden mit mehr P&G-Marken und -Produkten zu berühren und zu verbessern. Von all unseren Interessengruppen innerhalb und außerhalb des Unternehmens sind die Verbraucher die wichtigste. Jeder weiß, dass der Kunde König ist. Wir wussten das im Jahr 2000 genauso wie heute. Doch wir handelten nicht danach. Mir wurde das besonders 1998 bewusst, als ich als Executive Vice President von einem Auftrag aus Asien zurückkam, wo es nur wenige Daten über Verbraucher und Märkte gab. In China hatten wir keine andere Wahl, als die Verbraucher dort zu besuchen, wo sie lebten, und dort zu beobachten, wo sie einkaufen gingen. Als ich an unseren Hauptsitz nach Cincinnati zurückkehrte, war ich erstaunt, wie viele Mitarbeiter vor ihren Computern klebten und wie viel Zeit sie jeden Tag in internen Meetings mit anderen P&G-Mitarbeitern verbrachten. Wir verloren den Kontakt zu den Verbrauchern. Wir waren nicht im Zentrum des Geschehens, dem Marktplatz. Zu oft arbeiteten wir an Initiativen, die die Verbraucher nicht wollten, und verursachten Kosten, für die die Verbraucher nicht gezwungenermaßen bezahlen sollten.

Wo immer ich bin, versuche ich, den Mitarbeitern die einfache Botschaft zu vermitteln, dass der Kunde der Chef ist. Es gibt beim Kontakt mit den Kunden jeden Tag zwei Momente der Wahrheit: Erstens, wenn der Kunde sich unter all den anderen Produkten im Laden für ein P&G-Produkt entscheidet; und zweitens, wenn er oder ein anderes Familienmitglied das Produkt benutzt und es eine angenehme und einprägsame Erfahrung liefert – oder eben nicht. Bei fast jeder meiner Reisen stehen auch Besuche bei Verbrauchern zu Hause oder im Laden auf der Tagesordnung. In nahezu jedem P&G-Büro und jedem Innovationscenter arbeiten Verbraucher mit Mitarbeitern zusammen. Unsere Mitarbeiter leben mehrere Tage mit Verbrauchern mit niedrigerem Einkommen zusammen oder arbeiten einige Tage in kleinen Läden in Wohnvierteln. In unserer Unternehmenszentrale ersetzten wir Dutzende Bilder von lokalen Künstlern durch Fotografien von alltäglichen Kunden aus der ganzen Welt, die P&G-Produkte kaufen und benutzen. Durch all diese Bemühungen behalten P&G- Mitarbeiter bei ihrer Arbeit die zwei entscheidenden Momente stets im Gedächtnis. Auch wenn der Verbraucher ganz klar P&Gs wichtigster externer Akteur ist, sind auch andere von Bedeutung: Einzelhandelskunden, Zulieferer und natürlich Investoren und Anteilseigner. In den vergangenen zehn Jahren haben wir unsere Vorgehensweise bei der Zusammenarbeit mit Einzelhandelskunden und Zulieferern stark verändert. Zu lange wurden diese Beziehungen als reine Transaktionen angesehen – eine Reihe von Win-lose-Verhandlungen. Seit dem Jahr 2000 versuchen wir, Win-win Partnerschaften aus ihnen zu machen. Wir konzentrierten uns auf gemeinsame Geschäftsziele, -pläne und, am wichtigsten, auf eine gemeinsame Wertschöpfung. Dies sind keine Kuschelbeziehungen. Sie basieren auf nüchternen vierteljährlich und jährlich überprüften Aktionsplänen zur Generierung von Umsatz, Gewinn und Cash, für die Manager von beiden Seiten verantwortlich gemacht werden. Unsere gemeinsamen Geschäftspläne sind effektiv, weil sie den Verbraucher in den Mittelpunkt stellen. Sie liefern den Kunden im Einzelhandel einen Mehrwert.

Beweis für die Macht von Partnerschaften sind die durchgängig starken Geschäfts- und Finanzergebnisse aller Beteiligten. Dass P&G ein bevorzugter Partner ist, zeigt sich in jährlichen Einzelhändler- und Zulieferer-Ratings von Herstellern.

, ,

No Comments

Was ein CEO tun muss

Von Alan G. Lafley:

Meine Erfahrung bestätigt Druckers Beobachtungen, und meine Handlungsweise seit jenen frühen Tagen und Wochen stimmte mit ihnen überein. Ich habe mir immer wieder seine unvollendeten Entwürfe genommen und über seine zentrale Frage nachgedacht: Was sind die einzigartigen Aufgaben von CEOs, die ausschließlich von ihnen erledigt werden können und müssen? Im Laufe der Zeit habe ich die Macht erkannt, die in Druckers Worten über die Verbindung zwischen der externen und der internen Welt liegt. Nur der CEO kommt auf Unternehmensebene mit dem für das Unternehmen relevanten Umfeld in Kontakt. Und nur er ist verantwortlich dafür, das Umfeld zu verstehen, zu deuten und es so darzustellen, dass das Unternehmen auf eine Weise darauf reagieren kann, die nachhaltig den Umsatz, den Gewinn und die Aktienrendite (Total Shareholder Return) steigern kann,

Und es ist ein Job, den der CEO tun muss, denn ohne die Außenwelt kann ein Unternehmen nicht existieren. Das nachhaltige Wachstum des Unternehmens ist die Verantwortung und das Vermächtnis des CEOs. Ein firmeninterner Fokus ist schädlich für das Wachstum. Bei P&G streben wir ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent und einen Zuwachs bei der Aktienrendite von mindestens 10 Prozent an. Um ein Umsatzwachstum von 4 Prozent zu erreichen, müssen wir etwas Neues schaffen, das vergleichbar ist mit dem Geschäft, das mit dem Waschmittel Tide erzielt wird (1946 eingeführt, wurde Tide ein Verkaufsschlager – Anm. d. Red.); für 6 Prozent etwas, was mit dem Lateinamerika-Geschäft vergleichbar ist. Jahr für Jahr. Ohne ein tiefes Verständnis für externe Stakeholdergruppen und ihre konkurrierenden Interessen und wie diese mit den Fähigkeiten und Grenzen unseres Unternehmens vereinbar sind, werden wir keinen Erfolg haben.

Doch wenn es die Aufgabe des CEOs ist, das Umfeld eines Unternehmens mit den internen Interessen zu verbinden, wie sieht diese Arbeit dann tatsächlich aus? Meiner Meinung nach kommt es auf vier grundlegende Aufgaben an, die aus Druckers Beobachtungen abgeleitet sind:

1. Definition und Interpretation des relevanten Umfelds.

2. Fortwährende Beantwortung der Frage: In welchen Bereichen sind wir tätig und in welchen nicht?

3. Balance zwischen ausreichenden Gewinnen in der Gegenwart und notwendigen Investitionen in die Zukunft.

4. Definition der Werte und Standards des Unternehmens.

Die Einfachheit und Klarheit dieser Aufgaben ist ihre Stärke. Doch sie ist auch irreführend, da die Aufgaben anspruchsvoller sind, als ein Außenstehender annehmen könnte. Die Herausforderung liegt darin, sich keine Arbeit aufdrängen zu lassen, die nicht in der alleinigen Verantwortung des CEOs liegt.

,

1 Comment